Alcùdia - Palma de Mallorca

Die Fähre stoppte. Passagiere standen von ihren Plätzen auf und drängten sich zu den Ausgängen. Beim Öffnen der Türen strömte bereits warme, drückende Luft in den Innenbereich. "Es könnte ein heißer Tag auf dem Fahrrad werden", dachte ich. Wir gingen auf das Außendeck, um dort die Treppe hinunter zu unseren Fahrrädern zu steigen. Die sich im Bauch der Fähre befindlichen Autos waren bereits mit ihren Fahrern besetzt, welche, mit voll Ungeduld geplagten Gesichtsausdrücken, darauf warteten, ihren Weg die Rampe hinunter fahren zu können. 

Es stank nach Abgasen in geballter Ladung. Mein Magen windete sich zu einem Knoten. "Ich muss hier raus." Es war nicht nur der Geruch der Abgase, viel mehr war es die Tatsache den letzten Tag zu starten. Die letzten knapp 70km bis Palma. "Ich möchte nicht aufhören zu fahren." läutete es in meinen Gedanken. Wieder nicht. Wie im letzten Jahr. Komisch. Warum ist das so? Es waren 7 Wochen und doch nicht genug.

Beim Verlassen der Fähre stellten wir fest, dass es nicht so heiß war wie wir erwartet hatten. Zum Glück. Der Tag verlief angenehm. Gesegnet mit einem Rückenwind flogen wir nahezu über die Insel.  Und immer wieder fragte ich mich: "Was wäre, wenn ich einfach weiterfahre?" Doch ich schien in diesem Moment gefangen zu sein. Gefangen auf einer Insel. Gefangen in meinen Gedanken. 

Nach 3.5 Stunden erreichten wir Palma. Ein uns bekannter Ort. Unzählige Mal waren wir bereits dort. Ich wollte nur eines: Auf zum Hotel, duschen, Essen. Meine Stimmung sank. 

 

Nachdem wir unser Hotelzimmer bezogen hatten, verlief unser Abend ruhig. Duschen, ein Bier auf dem Balkon mit Meerblick genießen und ein Abendessen gefolgt von einem Drink in der Hotelbar. 

 

Es war 22:00 Uhr und ich lag wach im Bett. Bei geöffneter Balkontüre hörten wir das Meer rauschen; das Brechen der Wellen am Strand. Sonst war es ruhig. Zwei Stunden später schlief ich ein.

 

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